18 September 2011 0 Kommentare

Der Beruf des Programmierers – Ausbildung und Chancen

Der Artikel erläutert den Beruf des ProgrammierersProgrammierer und Softwareentwickler sind Fachkräfte, an denen es bereits jetzt in Deutschland mangelt. Auch in Zukunft sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr groß. Immer mehr Firmen benötigen kundenspezifische Software und spezielle Anwenderlösungen um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Mittelstand und kleinere Betriebe sind auf dem Weg ihre Firmen an den neuesten Stand der Technik anzupassen und Computertechnisch aufzurüsten, um mit dem Wettbewerb auf dem Markt mithalten zu können.

Aufgaben des Programmierers

Wer diesen Beruf mit einem anerkannten Abschluss erlernen möchte, wird heute in der Regel “Fachinformatiker/in”. Zu den Aufgaben gehört es, Software zu entwickeln und zu programmieren, bestehende Anwendungssoftware zu testen und sie an die Bedürfnisse des einzelnen Kunden anzupassen. Auch das Beheben von Fehlern mit den entsprechenden Diagnosesystemen und Beratung sowie Schulung der Anwender gehören zu den Aufgabenbereichen eines Fachinformatikers.

Arbeitsbereiche und Arbeitsorte

Eingesetzt werden die Programmierer und Softwareentwickler in so gut wie allen Bereichen der Wirtschaft. In Wissenschaft, Forschung, Fahrzeugbau, Medien, Informationsdienste, Pharmazie, in der Verwaltung und vielen anderen Bereichen. Gearbeitet wird vorwiegend in Büroräumen am Computer oder direkt bei dem Kunden und das nicht nur in Deutschland, sondern auch der Einsatz im Ausland ist möglich.

Ausbildung und Voraussetzungen

Der Beruf Fachinformatiker/in wird in der Regel in einer dualen Ausbildung stattfinden, das heißt, dass die Kenntnisse in der Berufsschule und im Betrieb erworben werden. Für Menschen mit Behinderungen sind auch Ausbildung bzw. Umschulungen in einem Bildungswerk möglich. Eine weitere Möglichkeit einen anerkannten Abschluss als Fachinformatiker/in zu erwerben, ist die Anmeldung zu einer externen Abschlussprüfung. Voraussetzung hierfür ist, dass dieser Beruf mindestens 4,5 Jahre ausgeübt worden ist. Die Abschlussprüfung erfolgt nach einer dreijährigen Ausbildung vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer.

Das Berufsbildungsgesetz schreibt keine besondere Schulbildung als Zugangsvoraussetzung vor. Allerdings stellen Betriebe vorwiegend Anwärter, die eine Hochschulreife besitzen, für diesen Beruf ein. Überbetriebliche Bildungseinrichtungen und Bildungswerke haben in der Regel keine besonderen Kriterien. Um einen erfolgreichen Abschluss zu erreichen, sind in den Fächern Informatik, Englisch und Mathematik aber sehr gute Kenntnisse eine Grundbedingung.

Andere Ausbildungsvarianten

Es gibt auch noch Ausbildungsalternativen, die dem Beruf des Fachinformatikers sehr ähnlich sind. Dies ist zum Beispiel die Ausbildung zum Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann/frau, Informatikkaufmann/frau oder zum Assistent/in für Informatik. Wer über die Hochschulreife verfügt kann auch ein Studium in Erwägung ziehen.

Formen der Spezialisierung

Da Fachinformatiker/innen sich nicht auf alle Bereiche konzentrieren können, spezialisieren sie sich später auf eine bestimmte Aufgabe. So ist es zum Beispiel eine Möglichkeit im Bereich der Anwenderschulung sowie im technischen Marketing zu arbeiten. Weitere Spezialisierungsbereiche wären die Entwicklung spezifischer Software oder die Konzentration auf Onlineshops und Webseiten.

Manch einer wird sich auch ausschließlich nur mit einzelnen Produktgruppen beschäftigen. Wie zum Beispiel Lernsystemen, kaufmännischen Anwendungen oder CAD-Systemen (rechnergestützte Konstruktionen). Hierfür sind vor allem spezielle Weiterbildungskurse und verschiedene Praktika in den jeweiligen Bereichen von Nutzen.

Image: Kaarsten – Fotolia

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